Da kommen doch mittig Aristoteles und Platon auf uns zu! Aristoteles hält in seinen Händen die Ethik, Platon den Timaios. Unten links sieht man Pythagoras, der geometrische Skizzen anfertigt. Allerhand intellektuelle Dichter, Denker und Naturwissenschaftler tummeln sich hier und wurden auf diesem Fresko des Italieners Raffael posthum zum Leben erweckt. Die Halle, in der sie sich befinden, entstammt einem Entwurf Bramantes für den Neubau von Sankt Peter. Unter den weiten und klaren Bögen unterteilen sich die Personen in 7 unterschiedliche Gruppen, die allesamt die artes liberales personifizieren. Diese sind: Grammatik, Rhetorik, Logik, Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie.
Nicht alle Personen sind heute eindeutig identifiziert. Einigen antiken Personen gab Raffael auch das Aussehen seiner geschätzten Zeitgenossen, so portraitierte er bspw. im nachdenklichen Philosophen Heraklit, der sich vorn auf einen Mamorblock stützt, seinen Malerkollegen Michelangelo. Durch diese Gleichsetzung betont der Künstler gleichzeitig die intellektuelle Gleichheit der Künstler der Renaissance mit der hochgelobten Antike. Platon, in der Bildmitte, hat hingegen Ähnlichkeiten mit Leonardo da Vinci. Auch ein Selbstbildnis integrierte Raffael am rechten Bildrand. Dieses Fresko hängt im Vatikanischen Museum in Rom und gehört zu den bedeutendsten der Welt.

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